Traumatherapie

Woran erkenne ich die Traumatisierung eines anderen Menschen? Welche Formen von Traumata gibt es? Was löst sie aus?

Ein Trauma entsteht in der Regel, wenn ein seelisch tief einschneidendes Erlebnis nicht bewältigt werden kann und bisherige Sicherheiten grob verletzt werden oder gar zerfallen, ohne das neue Orientierungen an ihre Stelle treten können. Die bis in den Grund gehende Hilflosigkeit und Angst geht zwar durch „Mark und Bein“, kann aber emotional nicht verarbeitet werden.

Die Traumatisierten sehen sich außerstande, das Widerfahrene in ihre bisherigen Erlebnisse einzuordnen. Das Trauma bleibt Fremdkörper in der Seele; neurobiologisch kann das Trauma nicht mit den emotionalen Zentren verknüpft werden. Gleichwohl wird dies ständig versucht – in Ruhephasen oder bei Signalen, die an das Trauma erinnern. In sogenannten Flashbacks sind die Betroffenen ihrer traumatische Erfahrung wiederholt ausgesetzt, ohne ihnen ausweichen zu können.

Traumatisierte verstehen häufig ihre eigenen Gefühle nicht: eine chronische innere Unruhe wechselt sich ab mit depressiven Stimmungsphasen; die starre Ohnmacht gegenüber dem Erlebten kann leicht umschlagen in eine Schreckhaftigkeit und eine scheinbar grundlose Gereiztheit gegenüber Alltäglichem. Um sich dennoch zu schützen, versuchen die Betroffenen, besonders belastende Situationen zu vermeiden. Die Betroffenen berichten dann von einem Taubheitsgefühl, das es ihnen schwer macht, mit anderen Menschen ein enges Verhältnis oder enge Bindungen einzugehen.

Im Einführungsseminar werden die grundlegenden traumatherapeutische Methoden vorgestellt, die helfen, die traumatischen Belastungen zu überwinden.