Kosten der Ausbildung

Ein therapeutisches Dasein ist mit lebenslangem Lernen verbunden. Der Weg ins therapeutische Dasein erstreckt sich häufig über 2 bis 3 Jahre. Auf diesem Weg ist es wichtig, transparentes Wissen über (A) die nötigen Grundkosten, (B) evtl. schon möglichen Einnahmen, (C) evtl. weitere spezielle Ausbidlungskosten und (D) weitere Berufschancen zu gewinnen. Die Ausbildung ist so angelegt, dass mit den Einnahmen die Ausbildung Zug um Zug finanziert werden kann. 


A. Grundkosten der Psychotherapie-Ausbildung (1.-2. Jahr)

  • - 1.250 € Prüfungsvorbereitung
  • ca. - 250 € Literatur
  • ca. - 600 € amtsärtzliche Überprüfung
  • - 1.850 € Basis-/Grundkurs (zu Praxiseröffnung und Therapie- und Interventionsmethoden)
  • individuell:  Praxiseröffnung und -betrieb (Miete, Berufshalftplicht, evtl. Verbandskosten). Anfänglich empfehlen wir Untermiete in einer bestehenden (nicht ganz ausgelasteten) Praxis mit einem geringen Mietpreis für geringe Stundenkontingente
Bildungsprämien, d.h. staatliche Fördermittel können für die Ausbildungskurse beantragt werden (500 € im Jahr für einen Weiterbidungskurs, Prüfungsvorbereitung oder Basis-/Grundkurs)


B. Evtl. baldige Einnahmen (ab dem 1. Jahr)

Jahrelange Psychotherapie-Ausbildungen ohne Kontakt zu PatientInnen sind oft schwer finanzierbar - sie bleiben auch theoretisch und fördern nicht selten Ängste vor der eigenverantwortlich psychotherapeutischen Praxis. Fruchtbar werden Psychotherapie-Ausbildung in der Regel durch begleitende Praxis: so können die Ausbildungsinhalte besser aufgenommen und die Entwicklung eines persönlichen Therapiestils gefördert werden. Grundsätzlich gilt auch der Satz: wir lernen am meisten mit und von unseren PatientInnen. Der Grund-/Basiskurs dient dem Ziel eines zügigen Praxisaufbaus und einem frühen, erfolgreichen Kontakt zu PatientInnen. Gleichwohl wird in nachstehender Kalkulation vorsichtig von 2 PatientInnen in der Woche (Durchschnitt) ausgegangen.
 
  • Zunächst 60 €/Std., im 3. oder 4. Jahr dann bis zu 90€/Std Therapiehonorar. Bei 2 PatientInnen in der Woche über 40 Wochen ergibt sich für den Anfang eine Einnahme von 4.800 € bis 7.200 € im Jahr.


C. Evtl. weitere spezielle Ausbidlungskosten, verbunden mit höheren Einnahmen (ab dem 2. Jahr)

  • - 1.650 € Traumatherapie
  • - 1.750 € Psychoanalytischer Fachberater (1. Kursjahr)
  • - 1.750 € Psychoanalytischer Fachberater (2. Kursjahr)
  • individuell:  evtl. eigene Praxisgestaltung verbunden mit höherer Miete
  • mehr PatientInnen


D. Weitere Berufschancen

Die staatlich erteilte Heilerlaubnis wird auch jenseits der eigenverantwortlichen Psychotherapie in eigener Praxis als besondere Berufsqualifikation angesehen, etwa in Kliniken und Krankenhäusern/Gesundheitszentren, aber auch jenseits des therapeutischen Bereichs, etwa in der Personalführung (Human Resources) oder im Coaching. Im Coaching etwa sind höhere Stundenhonorare üblich als in der Psychotherapie - dafür sind in der Regel weniger Coaching- als Therapiestunden vorgesehen: im Coaching werden in der Regel auch psychotherapeutische Themen gestreift, so dass eine psychotherapeutische Qualifikation nicht nur Rechtssicherheit gibt, sondern auch das Coaching professionalisiert.

  • Psychotherapie im stationären Bereich (Kliniken)
  • Personalführung / Human Resources
  • Coaching
  • Helfende Berufe